DRENS

Eine Band zu gründen, diesen launischen Zusammenschluss aus kreativen Egos kann viele Beweggründe haben – der Beste bleibt aber die Flucht nach vorn. So hatten Fabian und Arno vor gut drei Jahren vor allem den Kaffee auf: Mit ihren meckernden Mitmusikern traten sie in diversen Vorstadt-Combos auf der Stelle, der Karren stand still. Um wieder Fahrt aufzunehmen beschlossen beide für sich, allein weiter zu machen. Solo. Ohne Diskussionen.

Fabian wusste jedoch, dass Arno im Keller mit Recording-Equipment herumspielte. Arno wusste, dass Fabian wusste, wie sich Rockmusik anfühlen muss. Dass sie spürbar sein muss. Beim Hören, beim Machen. Gegenseitig halfen sie einander zu Songs, komplementierten, kritisierten, schraubten an ihren Visionen. Und erst bei einem von Bier- und Endorphin geschwängerten Konzertbesuch fiel ihnen auf, wie gut sie zusammen funktionierten. Nach dem nächsten Getränk waren Drens gegründet – Spielen, spielen, spielen! Bloß raus aus dem Alltag, rein in den Bulli, rauf auf die Straße.

Knapp zwei Jahre hat die Band nun an ihrem Debütalbum „The Whole Circus Before It Began“ geschrieben. Die lange Zeit, in der Arno und Fabian immer wieder Songs verwarfen und neu entdeckten, hört man der Platte nicht an. Im Subtext der Songs schwingt eine gewisse Punkrock-Attitüde mit, doch haben sie genug Vertrauen in sich selbst, dass man ihnen den Einfluss großer britischer Rotzlöffel zwar anhört, sich Drens aber nie zu lange in ihrem Glanz suhlen. Mit „The Whole Circus Before It Began“ befinden sich Drens am Anfang – und auch mittendrin. Sie sollen weiter wachsen, an Konzerten, Menschen, Geschichten und allem, was man auf der Straße mitnehmen kann.