Sean Carey

Bon lver Sideman mit eigener Band und zweitem Album >Range Of Light< auf Tour

Sean Carey’s gewählte musikalische Ausdrucksform ist ein betörendes. erbauliches Panorama reiner
Schönheit. Was umso nachvollziehbarer wird. wenn man bedenkt. wie Landschaften und die Wunder der
Natur Careys Vorstellungskraft befeuern.

Sein neues Album >Range Of LightAll We Grow< ist benannt
nach dem Namen, den John Muir, ein Naturalist des 19 Jahrhunderts und einer von Careys Helden, der
kalitomisehen Sierra Nevada gab. Das Album greift seinen Titel mit einer musikalischen Entsprechung
von Licht und Schatten auf, die ihre Haupteinflüsse aus Careys Liebe zu Jazz, moderner Klassik und
Americana bezieht. Wie eine verwitterte Bergkette, die ihre Schatten-Form und Farbe verändert oder die
Ebbe und Flut eines Flußlaufes. ist Careys Musik gleichsam beruhigend wie rhythmisch. komplex wie
simpel und entwickelt sich dabei stetig.

»Meine Musik hat eine sehr spezielle Verbindung zur Natur und bestimmten Orten, meiner Umgebung
und meinen Erfahrungen«, so Carey »Ich habe die Gegend der Sierra Nevada in meiner Kindheit viele Male
bereist, habe in kleinen Bergbächen gefischt, bin auf die Spitze der >Halb-Kuppel< geklettert, habe die
Mammutbaum Wälder in Wawona erforscht, berauscht vom Yosemite Valley. Der Terminus >Range Of
Light< markiert für mich das Spektrum des Lichts und der Dunkelheit, die eine Person in ihrem Leben
erfährt- Spitzen und Tälervon Glück und Sorge. Herausforderungen und dem Wachsen daran. Für mich
in jüngster Zeit ganz persönlich bedeutete dies zu heiraten, ein Kind zu bekommen, und meine
spirituelle Verbindung zur Natur, Orten, Freunden und Familie als Erwachsener aufrecht zu erhalten.

Während seines Studiums der klassische Perkussion und Klavier an der Universität von Wisconsin in Eau
Claire, sog Carey rhythmische Minimalisten wie Steve Reich und Philip Glass in sich auf. Direkt nach
seinem Abschluß in 2007, bekam er Wind davon, dass der ebenfalls in Eau Claire ansässige Justin Vernon
eine Band zusammenstellte, um mit seinem Album >For Emma, Forever Ago< auf Tour gehen zu können.
Carey lernte die Schlagzeug und Gesangsparts des Albums. probte mit Vernon und ist seitdem eine der
wichtigsten Stützen der Bon lver Live Band.

Auf Tournee mit Bon lver entwickelte Carey seine eigenen Songwriting Ambitionen und nach vielen.
vielen unzusammenhängenden Aufnahmesessions zwischen den Tourneen. brachte er in 2010 >All We
Grow< raus. Die neun Songs des Albums saßen irgendwo zwischen den Stühlen Folk. moderner Klassik
und jazzigen Gefilden. Seine warmen melodischen Nuancen, hervorgehoben durch seinen Gesang,
ergänzen sich ganz hervorragend mit den sich stetig verändernden perkussiven Synkopierungen seiner
Instrumentierung.

>Range Of Light< enthält Elemente, die auch auf dem Debut schon zu finden sind, stellt jedoch Careys
perkussive Neigungen noch deutlicher heraus und ist insgesamt erheblich weiter entwickelt als sein
Vorgänger. da seine Band aus Musikern und besten Freunden. die er für die Live Umsetzung von >All We
Grow< zusammengestellt hatte. sich bei Komposition und Performance für das neue Werk weit mehr
einbringen konnte als beim Debut. »Es gab Momente während der Aufnahmen, bei denen wir drei
Perkussionisten waren, alle mit verschiedensten Stilen und Stärken, die zeitgleich spielten und so ganz
neue Texturen in die Songs brachten.«

Vom Violinengewirr, das über einen rundlaufenden Rhythmus wie in >Crown The Pines< schwebt und dem
schönen >Alpenglow< bis hin zum nachdenklichen Tiefgang von Songs wie >Fire-scene< und >The Dome<
ist >Range Of Light< wie ein Stillleben eines Künstlers, der an einem bestimmten Punkt seines Lebens
angelangt ist- ein Plateau. für das er durch die höchsten Höhen und tiefsten Täler. die uns allen
innewohnen. gegangen ist.